PRESSEERKLÄRUNG
SPD will Klimaschutzkonzept der Stadt Kaarst aktualisieren
Die SPD-Ratsfraktion beantragt für die Sitzung des Stadtrates am 9. Juli 2026 die Weiterentwicklung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes der Stadt Kaarst. Ziel ist es, den 2019 beschlossenen Maßnahmenkatalog an die heutigen Herausforderungen anzupassen und neue Impulse für den kommunalen Klimaschutz zu setzen.
Der Rat hatte 2021 beschlossen, dass Kaarst bis zum Jahr 2045 klimaneutral werden soll. Seitdem wurden zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, neue Projekte – etwa die kommunale Wärmeplanung, der Ausbau von Photovoltaikflächen oder die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude – auf den Weg gebracht. Zusätzliche Maßnahmen werden aber notwendig sein, um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen.
„Klimaschutz ist kein einmal beschlossenes Programm, das man ins Regal stellt. Wer Klimaneutralität bis 2045 ernst nimmt, muss seine Strategien regelmäßig überprüfen und neue Maßnahmen entwickeln“, begründet der Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion, Werner Kindsmüller, den Antrag.
Die Sozialdemokraten schlagen vor, das Klimaschutzkonzept fortzuschreiben und dabei das Zwischenziel von 65 Prozent Treibhausgasminderung bis 2030 gegenüber dem Jahr 1990 konkret in den Blick zu nehmen. Gleichzeitig sollen Bürgerinnen und Bürger, Umweltverbände sowie die lokale Wirtschaft in den Erarbeitungsprozess einbezogen werden.
„Klimaschutz gelingt nur als Gemeinschaftsaufgabe. Die Erfahrungen und Ideen der Menschen vor Ort sind ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche und zugleich pragmatische Klimapolitik in Kaarst“, so Kindsmüller weiter.
Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt soll die Fortschreibung des Konzeptes ohne externe Gutachten erfolgen und von einem politischen Arbeitskreis begleitet werden. Die SPD ist überzeugt, dass Kaarst mit einer Aktualisierung des Klimaschutzkonzeptes seine Klimaziele konsequent weiterverfolgen und gleichzeitig die Weichen für eine nachhaltige und resiliente Stadtentwicklung stellen kann.