Schlechte, aber auch gute Nachrichten hatten die Vertreter der NRW.BANK zur Veranstaltung unter dem Titel „Wohnen darf kein Luxus sein!“ mitgebracht, zu der die Stellv. SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ulrike Bruckner-Kindsmüller am 19. März etwa 50 interessierte Gäste begrüßen konnte.
Die Angebotsmieten im Neubau sind in Kaarst innerhalb eines Jahrzehnts von weniger als 10 € auf über 13 € angestiegen. Während in anderen Städten mittlerweile ein Rückgang der Kaltmieten zu verzeichnen sei, stiegen diese in Kaarst weiter an. Eine 100qm-Neubauwohnung in Kaarst kostet im Durchschnitt eine Kaltmiete von mehr als 1.300 €. Die Mitte der Gesellschaft könne sich Wohnen in Kaarst nicht mehr leisten, stellte die Fraktionsvorsitzende der SPD, Hildegard Kuhlmeier fest. Seit Jahren fordert die SPD mehr bezahlbaren Wohnraum.
Für Normalverdiener ist neben den hohen Mieten die geringe Verfügbarkeit von preisgebundenen Wohnungen das größte Problem. Weniger als 450 sozial geförderte Wohnungen gibt es in Kaarst. In den nächsten zehn Jahren wird mehr als die Hälfte davon aus der Mietbindung fallen. Dies hat für die Mieter zur Folge, dass ihre Mieten erhöht werden können.
Die gute Nachricht, die die Experten der NRW.BANK mitgebracht hatten lautet: Preisgebundenen Wohnraum schaffen ist für Investoren so attraktiv wieselten. Die NRW.BANK bietet Förderkredite zu null Prozent Zins und großzügige Tilgungsnachlässe an. Und der Vorteil für Mieter? Die Miete für eine 4-köpfige Familie mit einem Jahresbruttoeinkommen bis zu 60.000 € ist auf maximal 7,25 € begrenzt. Bei einer Wohnung von 100 qm sind das 725 €.
Die SPD wird die Informationen zum Anlass nehmen, im Stadtrat auch künftig die Errichtung preisgebundener Wohnungen zu fordern.
Die Präsentationen der NRW.BANK finden Sie hier:
20240319_Wohnraumf__rderung_NRW
Nähere Informationen zur Wohnraumförderung der NRW.BANK: nrwbank.de/wob