Pressemitteilung:
Kaarst, 18. Mai 2011
Schulbusstreichung - Kaarster SPD spricht mit Eltern
„Wenn sich so viele Eltern mit fundierten Argumenten an uns wenden, nehmen wir uns der Sache gern an. Wir sehen es als unsere Pflicht, alle möglichen Optionen zu diskutieren. Die Kinder sollen einen sicheren Zugang zu der Schule Ihrer Wahl haben“, so der neue Parteivorsitzende Kocay Ekici. Worum geht es: für fast 70 Kinder an der Büttger Grundschule ist der Schulbus gestrichen worden. Eine Elterninitiative wehrt sich nun gegen den Beschluss der Stadt Kaarst und hat hierzu neben der SPD alle politischen Parteien zur Überprüfung des Ratsbeschlusses bzw. Findung einer Überganglösung aufgerufen. Die Argumente der Eltern liegen auf der Hand: „Der gestrichene Schulbus betrifft nur einen Teil der Grundschüler und ist deshalb ungerecht“ so Herr Trippelsdorf von der Elterninitiative in dem Gespräch. „Hinzu kommt, dass Kinder aus Holzbüttgen, Vorst und Driesch, die an der Katholischen Grundschule angemeldet sind, nach den Sommerferien weiter mit dem Schulbus fahren dürfen. Die übrigen fast 70 Kinder, die zum selben Standort an der Lichtenvoorder Straße kommen, aber dürfen es nach dem Willen der Stadt Kaarst nicht mehr.“
Dass grundsätzlich kein Rechtsanspruch der Kinder, die aus Vorst und Driesch zur Gemeinschaftsgrundschule nach Büttgen fahren, darüber herrscht Einigkeit zwischen den Beteiligten. Denn die Schülerbeförderungsverordnung verpflichtet die Schulträger lediglich, für eine sichere Beförderung der Grundschüler zu sorgen, deren Schulweg zur nächstgelegenen Schule mehr als zwei Kilometer beträgt. Nächstgelegene Schule ist die Gemeinschaftsgrundschule in Vorst. Die Eltern hatten ihre Kinder aber wegen der besonderen pädagogischen Ausrichtung an der Büttger Schule angemeldet. Nun wollen sie erreichen, dass ihre Kinder eine sichere Fahrgelegenheit erhalten, z.B. durch die - selbst finanzierte - Mitfahrt im Schulbus. Schließlich befördert dieser weiterhin die Kinder, die den katholischen Zweig der Büttger Grundschule besuchen. Das ist nach Auskunft der Stadtverwaltung aber nicht möglich.
„Die SPD begrüßt ausdrücklich, dass die Stadtverwaltung den Eltern ein Gesprächsangebot gemacht haben, nachdem erreicht werden konnte, daß Sie in der Ratssitzung am vergangenen Donnerstag ihr Anliegen vortragen konnten. Wir erwarten, dass alle verkehrspolitischen und sicherheitsorientierten, für Kinder und Eltern zumutbaren Aspekte gemeinsam in aller Transparenz besprochen werden“, so der SPD-Vorsitzende Kocay Ekici abschließend.