Pressemitteilung:
Kaarst, 12. Oktober 2010
Ortsverein
Stadt muss Angebot für Jugendliche aufrechterhalten - SPD Kaarst besuchte 'Insel'
von Lars Kuhlmeier
"Die Stadt muss alles daran setzen, die 'Insel' finanziell abzusichern und das Freizeitangebot für Jugendliche im Kaarster Osten aufrecht zu erhalten", erklärte der SPD-Vorsitzende Erwin Popien im Rahmen eines Besuches der Kaarster SPD bei der Jugendeinrichtung am Asternweg. "Trotz der angespannten Haushaltssituation müssen wir gemeinsam einen Weg finden, dass die 'Insel' nicht hinten überfällt. Sie ist ein wichtiger Bestandteil des sozialen Lebens in diesem Stadtteil und stellt für viele Jugendlichen im Einzugsgebiet eine Anlaufstelle dar. Durch die Leitung von Frau Blume und mit Unterstützung vieler ehrenamtlicher Bürger sind hier ungemein wichtige Strukturen für den sozialen Zusammenhalt geschaffen worden, die erhalten werden müssen", so Popien.
Die SPD stehe bereits seit längerer Zeit in Kontakt zu den Verantwortlichen und habe sich jetzt vor Ort überzeugen können, dass die 'Insel' für die Jugendlichen unverzichtbar ist. Besonders beeindruckt zeigte sich die Vertreter der SPD vom Engagement der Mitarbeiter, die teilweise eine Art Familienersatz für die Jugendlichen werden. Spontan erklärten sich mehrere Mitglieder des SPD-Vorstands bereit, eine Patenschaft für Projekte zu übernehmen.
"Gerade vor dem Hintergrund der derzeitigen Integrationsdebatte halten wir es für ein fatales Zeichen, wenn die Insel als Bezugspunkt auch für die vielen Jugendlichen mit Migrationshintergrund wegfallen würde. Wir werden uns daher dafür stark machen, dass nicht bei der 'Insel' gespart wird", erklärte Kocay Ekici, Kassierer der SPD Kaarst und Sachkundiger Bürger im Rat der Stadt. Die SPD-Fraktion bereite derzeit einen Antrag vor, der sich im Zuge der bevorstehenden Haushaltsberatungen für eine Sicherung der finanziellen Ausstattung der 'Insel' ausspricht. "Ich bin mir sicher, dass auch die anderen Fraktionen trotz der angespannten Haushaltssituation dialogbereit sein werden", zeigte sich Ekici überzeugt. Schließlich würde Kaarst allein 2010 durch den von der neuen rot-grünen Landesregierung geplanten Nachtragshaushalt über 500.000 Euro zusätzlich erhalten, die wiederum zur Gegenfinanzierung genutzt werden könnten.