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Kaarst, 22. August 2009
Kommunalwahlen NRW 2009

Erwin Popien: Vom Lokalpolitiker zum Kandidaten für den Kreistag!

Erwin Popien
Erwin Popien, Vorsitzender der SPD Kaarst
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

seit mittlerweile 10 Jahren sitze ich für Sie als Mitglied der SPD-Fraktion im Rat der Stadt Kaarst. In dieser Zeit habe ich viel darüber gelernt, wie man etwas auf lokaler Ebene gestalten kann. Diese Erfahrungen möchte ich nun auch auf anderer Ebene einsetzen. Daher bewerbe ich mich in diesem Jahr auch um ein Mandat im Kreistag des Rhein-Kreis Neuss.

Als Ihr Vertreter im Kreistag werde ich mich nachdrücklich um den ÖPNV im Kreisgebiet kümmern. Ich bin seit einiger Zeit Aufsichtsrat-Mitglied der Regiobahn und Mitglied im Ausschuss für Nahverkehr des Rates der Stadt Kaarst. Daher bin ich bereits häufig mit dem Thema in Berührung gekommen. Diese jahrelange Erfahrung wird mir dabei helfen, die vielfältigen Schwierigkeiten und Probleme alleine bei den Gesprächen mit den Verantwortlichen im Sinne der Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Kreis Neuss zu führen.

Eine zweite zentrale Aufgabe, die ich mir für die kommende Legislaturperiode vornehme, ist eine Neuregelung der Müllentsorgung durch die Einführung der „Zebra-Tonne“. Jeder kennt die üblichen Farben: schwarz/grau, gelb, blau und braun für den kompostierfähigen Abfall. Umstritten ist die gelbe-Tonne, weil sie inzwischen privatwirtschaftlich genutzt wird, d. h. damit Geld verdient wird. Wir als Verbraucherinnen und Verbraucher zahlen beim Einkauf der Lebensmittel im Supermarkt Gebühren über den „Grünen Punkt“. Häufig gibt es daher Probleme, wenn etwa die gelbe Tonne stehen bleibt, weil man irgendetwas - meist unbewusst - falsch zugeordnet hat. Zudem werden erhebliche Kosten verursacht, da die Tonne separat vorgehalten, entleert und gelagert werden muss.

Auf der anderen Seite ist es hochenergetischer Abfall, wenn er nicht recycelt wird und insbesondere den Müllverbrennungsanlagen fehlt, die ja nur für die schwarz/graue Tonne „zuständig“ sind. Da in dieser Tonne in der Regel alles landet, was nicht gelb-blau-oder braun ist, bedarf es einer technisch komplizierten automatischen Sortierung, damit keine materiellen Schäden entstehen oder giftige Stoffe als Immission in die Luft gelangen.

Aus dieser „Gemengelage“ entstand die Idee der Zebra-Tonne, also eine gemeinsame Tonne für schwarz/grau und gelb. Kunststoffe, mit oder ohne „Grünen-Punkt“-Symbol, in den Müllsortieranlagen zu verarbeiten bedeutet bereits heute keinen technischen Mehraufwand, sondern ist aufgrund der bereits existierenden Möglichkeiten sogar deutlich billiger. Die positiven Folgen wären:

  • eine Tonne weniger beim Bürger,
  • keine Fehlerquelle beim Befüllen bzw. Vorsortieren,
  • weniger Transport- und Lagerkapazitäten,
  • die Müllverbrennungsanlagen könnten kostengünstiger den Restmüll entsorgen
  • und über wegfallende Gebühren für den „Grünen Punkt“ könnten Milliarden gespart bzw. wesentlich sinnvoller eingesetzt werden.

    Dabei geht es im ersten Schritt gar nicht um den Anspruch, alles besser zu wissen. Es sollte aber möglich sein, diese Idee durch einen praktischen Versuch zu bestätigen. Im Rhein-Kreis Neuss haben wir dafür die besten Voraussetzungen. Eine der effektivsten Sortieranlagen in Grefrath, eine moderne Müllverbrennung in Krefeld und eine flexible Verwaltung. Was wir brauchen, ist die Zustimmung aus Berlin für eine begrenzte Nagelprobe.

    Ich habe mir daher das Ziel gesetzt, besonders auf diesen Gebieten Verbesserungen zu erzielen, und die Themen zu meinen Schwerpunkten für meine Arbeit auf Kreisebene zu machen. Daher werbe ich am 30. August um Ihre Stimme!

    Es grüßt Sie herzlichst,

    Ihr Erwin Popien

    Gremien:
    Parteivorstand
    Fraktion

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