Meldung:
Kaarst, 10. Januar 2012
Kultur in Kaarst: Tolle Angebote für Kinder und Jugendliche
Anfang 2012 startete die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen das Projekt „Kulturrucksack“ mit rund 320.000 teilnehmenden Kindern und Jugendlichen in 28 Pilotkommunen. Ziel ist es, schrittweise kostenlose oder kostengünstigere Kulturangebote zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist die Teilnahme an Bedingungen geknüpft: mindestens 3.500 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 14 Jahren müssen in der Kommune leben. Sind es weniger, können Kooperationen mit Nachbargemeinden gebildet werden. Davon wäre auch Kaarst betroffen, da nur 2.099 Kinder und Jugendliche (Stand 12/2010) hier leben. Deswegen führt das Kulturamt z.Zt. Gespräche mit benachbarten Kulturämtern, wie bspw. in Korschenbroich, über eine mögliche Zusammenarbeit.
"Aber auch ohne 'Kulturrucksack'", so die SPD-Fraktionsvorsitzende Elke Beyer, "hat die Stadt Kaarst jetzt schon ein bemerkenswertes Angebot im Kulturbereich für Kinder und Jugendliche aufgestellt." Letztes Jahr zeigten im Oktober Schülerinnen und Schüler beider Gymnasien in Zusammenarbeit mit dem „Förderverein Kunst am Bodendenkmal Nordkanal e.V.“ in der Ausstellung „Kunst verbindet“ ihre Arbeiten. In Kooperation mit dem Jugendzentrum „Bebop“ entstand letzten November die Ausstellung „Freundschaft“ mit Schülerinnen und Schülern der Hauptschule, der beiden Realschulen und der beiden Gymnasien.
Sehr erfolgreich war auch letzte Woche das gemeinsame Projekt „Wir machen Druck“ des Kulturamtes mit Kaarster Künstlern in der Städtischen Galerie im Rathaus Büttgen. In zwei Workshops ging es für Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahre darum, im Rahmen der Herbstausstellung kreativ zu arbeiten. Am 11. und 12. Januar folgen zwei weitere Workshops mit Kaarster Grundschulen.
Darüber hinaus arbeitet das Kulturamt im musikalischen Bereich mit der Musikschule Mark Koll und der Jungen Sinfonie Kaarst in Kooperation mit der Kreisjugendmusikschule zusammen.
Weitere Projekte für Kinder und Jugendliche – z.B. mit dem Museum Tuppenhof in Vorst oder der Fördergemeinschaft BraunsMühle Büttgen e.V. – sind noch in der Planung. Kommt demnächst eine Kooperation mit einer Nachbarkommune zustande, könnte das Kulturamt nächstes Jahr sein Angebot um den „Kulturrucksack“ erweitern. Dies wäre aus Sicht der SPD-Fraktion eine gute Sache für Kaarst, die uns weitere Möglichkeiten eröffnet.
Autor: Matthias Recklies